Der letzte Sommer der Tauben von Abbas Khider
Eine kurze Geschichte mit unglaublicher Wucht.
Es ist schon mittlerweile der vierte Roman, des im Irak geborenen und in Deutschland lebenden Schriftsteller. Seine vorherigen Werke befassen sich mit Exil und Flucht. Bei seinem aktuellen Roman nimmt uns Khider mit, den Alltag einer Familie zu folgen, deren Leben durch die Herrschaft von Mudschaheddin immer mehr eingeschränkt wird. Dabei lässt es Khider offen, in welchem Land dies passiert. Vielleicht Afghanistan, vielleicht Irak, oder vielleicht auch egal, weil es eben überall passieren kann.
Erzählt wird aus dem Blickwinkel des 14-jährigen Noah. Noah ist leidenschaftlicher Taubenzüchter. Wir lesen, wie Gewalt und Unterdrückung immer mehr zunimmt und wie Freiheiten eingeschränkt werden, so dass am Ende sogar Tauben nicht mehr fliegen dürfen.
Es sind kleine kurze Kapitel, in denen Khider in einer klaren, unblumigen Sprache das Leben erzählt. Durch diese Kürze und Prägnanz entsteht ein Sog, dem man sich als Leser nicht entziehen kann. Grandios.

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