Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg

Freundschaft und Verrat rund um die Ereignisse des 17. Juni 1953

Halle an der Saale im Frühjahr 1953: Die 16jährige Halbwaise Tilla lebt mit ihrem Vater, einem KZ-Überlebenden, in zwei Zimmern. Die DDR ist noch jung, und Tilla ist überzeugt, im richtigen deutschen Staat zu leben. In der Schule ist sie angepasst, ihr Freund ist der Sohn des örtlichen Polizeichefs. Gar nicht angepasst ist dagegen Rena, eine freche und unkonventionelle Freundin, mit der Tilla viel Zeit in den Saalewiesen verbringt. Doch plötzlich ist Rena spurlos verschwunden, und alles was Tilla über sie wusste, stellt sich als unwahr heraus. Auch was ihr Vater eigentlich beruflich macht, wenn er in seinem Zimmer Akten sortiert, wird für sie immer undurchschaubarer.

Ihre verzweifelte Suche nach Rena bringt sie mit den Arbeitern in Kontakt, die gegen ungerechte Arbeitsnormen, die unbewegliche Regierung und den Einfluss der stalinistischen Sowjetunion aufbegehren. Und nun muss Tilla sich entscheiden, ob sie wirklich auf der richtigen Seite steht – denn was taugen hehre Ideale, wenn darüber Menschen zu Grunde gehen?

Eine sehr spannende Geschichte mit einprägsamen Figuren und historischen Ereignissen, die auch heute noch relevant sind.

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