John of Johns von Douglas Stuart

Mit vielen Farben gewebte Vater-Sohn Geschichte auf einer schottischen Hebrideninsel.

Der schwule Cal wird von seinem Vater wegen der “kalbsleberfarbigen” Füße seiner Großmutter zurück in die Heimat beordert. Ganz so ungelegen kommt es Cal nicht, Edinburgh zu verlassen, da er nach seinem Studium keinen Job bekommen hat und sich täglich seine Unterkunft und sein Essen bei seinen Liebhabern erschnorren muss. 

Zurück auf der abgelegenen Herbrideninsel gerät er wegen seiner langen, feuerrot gefärbten  Haare mit seinem Vater John aneinander. John ist ein gottesfürchtiger Gemeinde-Dekan auf der Insel. Was die Leute von ihm denken, ist für ihn das Wichtigste.

Für Cal ist es unmöglich, sich vor seinem Vater zu outen. Er fügt sich wieder auf der Insel ein und hilft seinem Vater beim Weben und mit den Schafen. Das Leben ist karg und der Unterhalt reicht kaum zum Leben. Auch John hat seine Geheimnisse und versucht sein Gesicht auf der Insel zu wahren.

Mit vielen Farben schildert Stuart das harte Leben auf den äußeren Hebriden, Ende der 90er Jahre. Zu einer Zeit, als die schottische Textilindustrie ihren Niedergang erlebte. Seine Sprache webt einen Geschichtenteppich. Mich beeindruckte, wie detailliert seine Schilderungen durch Wortfarbkreationen in meinen Kopf ein Bild bildeten.

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